Die Ergebnisse der ForuM-Studie haben die evangelische Kirche erneut mit der Frage konfrontiert, wie Macht in kirchlichen Zusammenhängen wirkt und wie Machtmissbrauch begünstigt werden kann.
Auch die Predigt stellt dies eine Herausforderung da. Die Predigt ist ein religiös und liturgisch besonders gerahmter Sprachraum. Wer predigt, spricht nicht nur als Privatperson, sondern in einer Rolle, der Autorität zugesprochen wird. Predigende bewegen sich deshalb in einem komplexen Feld vorgegebener Machtstrukturen.
Der Studientag verbindet die Reflexion über Macht und Autorität in der Predigt mit der analytischen Arbeit an konkreten Textbeispielen. Dabei geht es nicht nur um theoretische Fragen, sondern um die sichtbaren und hörbaren Spuren von Macht in der alltäglichen Predigtpraxis.
Wir fragen:
Wie gehe ich als Prediger:in mit situationsbedingten Machtstrukturen um?
Welche Formen von Autorität sind für die Predigt hilfreich und notwendig?
Wo liegen Grenzen zwischen legitimer Autorität und problematischer Machtausübung?
Wie kann eine Predigtpraxis aussehen, die Menschen ernst nimmt und Macht sensibel reflektiert?
Der Studientag lädt dazu ein, die eigene Predigtpraxis aus einer neuen Perspektive zu betrachten und Kriterien für ein verantwortungsvolles, machtsensibles Predigen zu entwickeln.
Leitung: Pfrin Romina Englert, Referentin für Homiletik, Kasualien und Verkündigung im Ehrenamt
Referentin: Prof. Dr. Ursula Roth, Lehrstuhl für Praktische Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Zielgruppe: Hauptamtliche im Verkündigungsdienst, Prädkant*innen, Vikar*innen
Anmeldeschluss: 25. Juni 2027
Studientag in Kooperation mit der FAU
